Ein Samstag in Berlin mit Autorenpitching

Am Samstag, den 14.11.15, fanden sich in Berlin-Mitte auf Einladung der Autorenschule Schreibhain ein paar Buchmenschen zusammen. Unter die Schreibcoaches des Schreibhain Tanja Steinlechner und Cornelia Jönsson (Conny) und die Autoren des ersten Abschlussjahrganges der Autorenausbildung mischten sich auch Literaturagenten und Katha für den astikos Verlag.

Das Buffet und der Begrüßungssekt wurden dankbar angenommen, denn ein bisschen Spannung lag im Raum. Wie sich herausstellte, war es nicht nur für Katha der erste Autorenpitch, sondern auch für das Schreibhain, die meisten Literaturagenten und die Autoren, die ihren ersten Roman an den Verlag/den Agenten bringen wollten.

Als alle ihre Plätze eingenommen hatten, bekamen die Gäste auch schon das erste Exposé in die Hand gedrückt und die Arbeit konnte auf beiden Seiten beginnen.

Auf dem Programm standen vier Autoren, die insgesamt fünf Projekte vorstellen wollten.

Den Einstieg gaben jeweils Tanja bzw. Conny mit einem kleinen Interview und Gespräch über die Motivation der Autoren sowie deren Buchprojekt. Daraufhin gaben die Autoren eine Leseprobe zum Besten, damit sich jeder einen Eindruck vom jeweiligen Schreibstil machen konnte. Hier zeigte sich, dass sich in den letzten 18 Monaten nicht nur vier verschiedene Typen von Autoren und Schreibweisen, sondern auch vier völlig verschiedene Bücher entwickelt haben.

IMG_3097Den Anfang machte Heike Westendorf mit ihrem Kinderbuch über eine abenteuerliche Zeitreise in die Bibliothek von Alexandria. Später stellte sie noch ein weiteres Projekt vor, ein Jugendbuch für Mädchen mit dem Thema Prinzessinencasting. Gemeinsam stieg man nach dem Vortrag der Autorin, in der Feedback-Runde, in die Thematik ein und fand in diesem Fall auch gemeinsam (Verkaufs-) Argumente für die Bücher.

An diesem Pitch war sehr schön, dass Kritikpunkte angesprochen und auch gelöst werden wollten. Es stellte sich ein erfreuliches Gesprächsklima ein und das sowohl auf Seiten der Autoren, die jede Frage beantworten konnten, sei es zur Entwicklung der Charaktere, dem Verlauf der Geschichte oder vermuteten Logikfehlern der Handlung, sowie auf Seiten der Branchengäste, deren Kritik konstruktiv und dadurch (hoffentlich) hilfreich war.

Der Zweite in der Runde war Jan-Mikael Teuner mit seinem Roman Kunibert Eder – der Bomber. Eine Figur, die man Wordpress_Schreibhain1sofort ins Herz schließt und das nicht nur weil Kunibert unglaublich viel denkt, sondern vor allem auch wegen seinem Schnauzbart, der ein kriminalistisches Eigenleben führt.

Bevor es in die Pause ging, stellte noch Friederike Wenthe ihr Buch zum Thema Burnout vor. Auch sWordpressSchreibhain2ehr interessant, da sie das Thema mit einem (witzigen) Frauenroman verbindet. Genannt wird dieses Genre Sick-Lit ein Begriff, der Chick-Lit mit einem realen Krankheitsthema verbindet.

Nach der Pause kam dann Georg Burmeier, selbst Lehrer an der uns allen bekannten Rütli Schule. Er hat einen Roman über einen abgerockten Lehrer geschrieben, dem die Hand bei einer Schülerin ausrutscht, was seinem Leben eine völlig neue Wendung gibt. Turbulent wird es außerdem aufgrund der "hilfreichen" Ratschläge seines Alter Egos Jack Bauer (bekannt aus der Actionserie 24). Wirklich sehr gut, witzig und schnell erzählt!

Nach fünf Vorträgen und Gesprächen WorPressSchreibhain3waren sich am Ende des Nachmittages alle einig, der Autorenpitch war für alle Beteiligten sehr interessant und alles andere als langweilig gewesen. Man lernte nicht nur neue Projekte kennen sondern auch direkt den Autor dahinter, wirklich eine schöne Sache!

 

 

So wurde aus diesem Samstag in Berlin ein sehr aufschlussreicher und erfreulicher Tag.

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