Daniel

Nach meiner Kindheit in Thüringen bekam ich erst einmal einen kleinen Kulturschock, als meine Familie, ich war 11, nach Bayern zog. Irgendwie habe ich mich aber auch dort eingelebt, Freunde gefunden und angefangen, mich zu Hause – also dahoam – zu fühlen. So anders sind die Leute gar nicht, musste ich feststellen. Es gibt ebenso viele großartige, nette und weniger nette Menschen wie überall anders auch. Um diese Theorie zu bestätigen führte mich mein BWL-Studium erst nach Gießen und letztlich nach Düsseldorf. Man kann tatsächlich überall gute Freunde finden (Idioten auch, aber wer wird sich schon mit denen beschäftigen wollen).
… ja, BWL. Ich fand und finde es tatsächlich spannend, wie das Wirtschaft-System funktioniert, in dem wir leben. Nicht dass ich das erschöpfend im Studium gelernt hätte, aber es gab definitiv einige Punkte, die sich in der erlebten Wirklichkeit wiederfinden. Am Ende meines Studiums ergriff ich die Chance, mich innerhalb eines Franchise-Systems selbstständig zu machen. Yeah, ich war Unternehmer. Leider hatte das nicht so ganz nach Plan funktioniert, sodass ich nach vier anstrengenden Jahren leider aufgeben musste. Hard stuff – trotzdem möchte ich diese Erfahrung um nichts in der Welt missen. Nicht zuletzt aus meinen Fehlern, da gab es wohl ein oder zwei, habe ich unglaublich viel lernen können. Genau darüber habe ich mir Gedanken gemacht, als ich in der Zeit danach reflektierte, was zuvor so passierte und vor allem, wie und wo es für mich weiter gehen wird. Womit ich mich beschäftigen, wofür ich mich engagieren möchte. Irgendwie wollen alle etwas bewegen, mitgestalten und gefordert sein. Das führte mich in die faszinierende Welt der Buchbranche. Ich bin mir nicht sicher, ob es viele Branchen gibt, die mit so viel Enthusiasmus betrieben werden. In relativ kurzer Zeit konnte ich schon erstaunlich viel lernen, sowohl wissen als großartige Menschen kennen lernen, um sagen zu können: Hier bin ich richtig!
… und hier bin ich nun. Zum einen betreue ich für OverDrive Bibliotheken im deutschsprachigen Raum und helfe ihnen, ihren Kunden eBooks und Hörbücher anzubieten. Zum anderen habe ich hier bei astikos die Möglichkeit, zusammen mit wahnsinnig engagierten Menschen einen Verlag aufzubauen. Unser Ziel ist es, das Thema Verlegen/ Publizieren auch konzeptionell neu zu denken.

1. Wieviel Eigentum an Grund und Boden brauchen Sie, um keine Angst zu haben vor der Zukunft? (Angabe in Quadratmetern.) Oder finden Sie, dass die Angst eher zunimmt mit der Größe des Grundeigentums?

Ich glaube schon, dass (zu viel?) Besitz nicht zu Sicherheit führen kann, sondern auch zu Angst, diesen Besitz zu verlieren. Wobei das wahrscheinlich nichts grundlegendes ist, sondern sehr stark von der persönlichen Einstellung abhängt

2. Halten Sie sich für einen guten Freund?

Ja… ‘türlich!

3. Haben Sie eine zweite Heimat? Und wenn ja: Können Sie sich eine dritte und vierte Heimat vorstellen oder bleibt es dann wieder bei der ersten?

Ich glaube, ich habe sogar schon zwei, wenn nicht gar eine dritte, meine Wahlheimat. Darüber hinaus habe ich aber auch Orte, an denen ich längere Zeit gelebt habe, für die ich heimatliche Gefühle empfinde, wenn ich an schöne Zeiten dort zurückdenke, an das Gefühl des Vertrauten, das diese Orte nie ganz verlieren werden.

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